Aktuelle Projekte
Tobias Morgenstern Künstler, Akkordeonist, Komponist, Arrangeur
und Produzent

Projekte

Aktuelle Projekte

Hier finden Sie sämtliche aktuelle künstlerische Projekte und Inszenierungen, welche von mir bzw. gemeinsam mit anderen KünstlerInnen entwickelt wurden.


Morgenstern von IPANEMA

Guilherme Castro (Brasilien) Bass 
Eudinho Soares (Brasilien) Git 
Javier Reyes (Columbien) Drums 
Tobias Morgenstern Akk

In der Musik aus dem Nordosten Brasiliens hat das Akkordeon eine lange Tradition.
Auf der „Forró“, den Festen und Parties der Nordbrasilianer, erlebt man Tänze wie Baiáo, Xote, Maracatu.
Der deutsche Akkordeonvirtuose Tobias Morgenstern verbindet diese urbrasilianischen Klänge und Rhythmen mit seinen eigenen romantischen Melodien.
Virtuose Akkordeonpassagen und jazzigen Rhythmen wechseln mit liedhaften Balladen und Romanzen. So entsteht eine mitreißende und stimmungsvolle Musik zum Zuhören und Tanzen.

Das Pariser Leben des Monsieur Satie mit Bodecker/Neander

BODECKER & NEANDER spielen TOBIAS MORGENSTERN musiziert

Das Pariser Leben des MONSIEUR SATIE! musikalische Pantomime mit Schattenspiel, Film und schwarzem Theater
Regie: Lionel Ménard Idee/ Konzept: Gabriele Nellessen Bühnenbild: Vanessa Vérillon

Dieses Theaterstück bietet eine einzigartige Mischung verschiedener künstlerischer Ebenen und lässt sich betrachten wie ein Bilderbuch: Allmählich entsteht vor den staunenden Augen der Zuschauer das Leben von Erik Satie, eingebettet in die Musik des französischen Komponisten.
Mit ihrem subtilen und humorvollen Spiel begeistern die beiden Mimen Alexander Neander und Wolfram von Bodecker Jung und Alt. Die Künstler des Schweigens präsentieren eine bunte Vielfalt überraschender Einfälle, die uns das außergewöhnliche und nicht weniger skurrile Leben dieser beeindruckenden Persönlichkeit nahe bringen.

Morgenstern instrumentiert die Musik Erik Saties für Akkordeon, Klavier und kleines Ensemble gleichermaßen und schafft damit die Möglichkeit, Saties` Werke noch einmal neu zu entdecken. So orientiert sich die Darstellung am Bild des Komponisten und dem Eindruck seiner Werke: Mal träumerisch-mysteriös, mal gewitzt und heiter – und auf jeden Fall immer ungewöhnlich.
Sogar der begeisterte Kinogänger Satie kommt vor – und spielt gleichzeitig die Hauptrolle in einem eigens gedrehten Kurzfilm, der diese wunderschöne Hommage an den Komponisten von Montmartre abrundet. „Monsieur Satie!“ ist ein künstlerisches Ereignis auf höchstem Niveau, das man einfach erlebt haben muss.
Ihre Kunst der Pantomime harmoniert hervorragend mit der Musik. Die abwechslungs-reiche Inszenierung betont das Imaginäre und lässt uns im Zusammenspiel aus visuellen und klanglichen Elementen, hier und da mit ein bisschen Zauberei verwoben, Erik Saties Musik noch einmal neu entdecken.

Concert pur deux

Concert pur deux
Jansen Folkers (vio) – Tobias Morgenstern (acc)

Zwei gestandene Solisten treffen sich auf der Insel Hiddensee, um sich spielerisch über ihren Blick auf die Welt auszutauschen. Dabei sind improvisierte, klassische und jazzige Einflüsse zu hören, Bogen und Balg biegen sich kräftig zwischen schnellen Takt- und Stilwechseln. Morgenstern groovt, Folkers jubiliert und Hiddensee ist Insel zwischen Buenos Aires und Paris .….

Es gibt Tage .... Armin Mueller- Stahl

Lieder und Texte von Armin Mueller-Stahl

 

Armin Mueller-Stahl,

Günther Fischer  Sax, Piano
Tom Götze   Bass
Tobias Morgenstern  Acc 

L´art de passage - Tango Evolucion

Tango Evolucion

Weltmusikalische Kompositionen zwischen Europa und Südamerika.
traditionell - überraschend freie Interpretationen - Virtuos Trancehafte Melancholie wechselt mit überschäumender Leidenschaft und prägnanter Rhythmik in Milongas, Sambas oder Tangos.
Weltbekannte Melodien von Astor Piazzolla, Pedro Laurenz, Edu Lobo u.a. gehören zum Repertoire der Gruppe L´art de passage.
Unter diesem Namen spielen die Musiker Tobias Morgenstern (Akkordeon), Stefan Kling (Piano) und Wolfgang Musick (Bass) seit über 25 Jahren zusammen.
Respektlos und gleichzeitig anerkennend gehen sie mit bekannten und eigenen Kompositionen um und reizen so ihr Können und ihre Spielfreude bis an die Grenzen aus. Spontane Improvisationen enden in minimalistischen Motiven - aus klassischer Musik wird Jazz.
Alle Arrangements: Stefan Kling / Tobias Morgenstern 

Vom Tango zum Jazz und zurück

Duo Tobias Morgenstern (Akk)/ Wolfgang Musick (Bass)
Feat. Eudinho Soares (Git)

Meeresrauschens entströmt dem Balg eines Akkordeons... Der hölzerne Corpus des Kontrabasses schwingt und Geräusche dringen aus seinem Inneren... atmosphärische Klänge... Schließlich die ersten Töne. Nach und nach fügt sich ein komplexes Klangmuster zusammen, man hört Phrasen aus Tango und Jazz, Melodien von Songs und Standards, Rhythmen von Samba und Swing...
Beide Künstler spielen mit voller Leidenschaft und Perfektion traditionelle und neue Tangos, Stücke aus dem Repertoire von L'art de passage und eigene Kompositionen.

Gitarrist Eudinho Soares aus Brasilien ergänzt dieses Duo als idealer Partner für gemeinsame Improvisationen und bringt dazu deutlich seine eigene Spielart ein, die von verschiedenen brasilianischen Musikstilen beeinflusst ist. 

Morgenstern und AbendWEH

Ein Spektakulum zwischen Wahnsinn und Wehmut,
dargeboten von zwölf Instrumenten,
3000 sinnlosen und 2000 sinnvollen Worten,
Melodien aus dem innersten Zirkel des Untergangs,
musikalischen Parlamentsdebatten und allerlei unliebsamen Überraschungen,
präsentiert vom Orchester Morgenstern (Leitung: Tobias Morgenstern)
und dem Ensemble WEH (Leitung: Wenzel)

Accordion mystery

Musikalisches Roman-Drama für einen Schauspieler und einen Akkordeonisten mit Geschichten aus E. Annie Proulx' Meisterwerk "Das grüne Akkordeon"

Ein Instrument spielt sich durch die Zeiten. Von einem Jahrhundert ins nächste, von Hand zu Hand, von Italien durch Amerika. Es klingt vielsprachig wie die Lieder und Tänze der Einwanderer. Cajun, Tango, Musette, Ranchera, Polka, Blues. Literatur wie Musik. Hundert Jahre Zweisamkeit eines Akkordeons und seiner Spieler.

Thomas Rühmann spricht, Tobias Morgenstern spielt „ Das grüne Akkordeon“ von E. Annie Proulx. Nach der „Entdeckung der Langsamkeit“ bringen die Berliner Künstler nun das Kultbuch aller lesenden Akkordeonisten und Akkordeon liebenden Leser auf eine Theaterbühne. Ein Jahrhundert ist lang, 600 Seiten Roman angemessen. Die Auswahl wird zur kreativen Qual. Jeder Akkordeonbesitzer scheint ein Kapitel für sich. Hinter jedem Kapital verbergen sich ungeahnte Töne, Tempi, Rhythmen. Zu erleben ist ein 90-minütiges, multikulturelles Kunst-Stück, das spannungsreiche Duett für einen Schauspieler und einen Akkordeonisten. Ein Duell ohne Sieger. Jeder macht seine Arbeit. Hand made. Ungekünstelt. Virtuos.

E. Annie Proulx' gestische Sprache leiht der Musik ihre Bilder. Die Sprache des Akkordeons bringt den Text zum Klingen. Direktheit und schwarzer Humor sind Absicht. Spielort des Roman-Dramas ist das deutsche Haussofa. Familiäre Bühne für Alltag, Feiertag, Todestag. Gemütlich-ungemütliches Möbel für Auf-, Ab- und Ausbrüche. The Two Germans - zweie aus Berlin/ Ost - wandern aus in die Neue Welt. Hinein in die klingenden, verschlungenen Geschichten von E. Annie Proulx. „La Merica“ - zwischen Leben und Tod, Hauen und Stechen, Heulen und Lachen, laut und leise. Am Ende stockt der Atem.

Regie: Thomas Rühmann u Tobias Morgenstern
Musik Tobias Morgenstern
Produktion Theater am Rand

Die Eisheiligen

Eine Collage aus Texten des Romans von Helga M. Novak

Es erzählt und singt: Winnie Böwe
Musik: Tobias Morgenstern
(Ausführende: Johannes Hentschel, Cello – Lou Paqin, Fagott – Tobias Morgenstern- Akkordeon, Klavier, u.a.)
Fassung und Regie: Gabriele Bigott (Dauer: ca. 90 Minuten)

Am 15. Mai hat Sophie Geburtstag, am Tag der heiligen Sophie, der letzten Eisheiligen. „Kaltesophie“ nennt ihre Adoptivtochter sie und setzt der lieblosen Kälte dieser Frau verzweifelt ihre Aufsässigkeit entgegen. Es ist ihre eigene Berliner Kindheit und Jugend, von der Helga M. Novak in den bruchstückhaften Erinnerungen des Mädchens berichtet. Beginnend 1939, kurz vor Kriegsausbruch, erzählt sie die Geschichte dieser Mutter-Tochter- Beziehung über die Jahre des Faschismus hinweg bis zur „neuen Zeit“, in die sich das Mädchen auf ihrer vergeblichen Suche nach Liebe und Geborgenheit nun stürzt. Eindringlich und ausdrucksstark ist Novaks Sprache in diesen Erinnerungssplittern mit ihren oft lyrischen und liedhaften Elementen.

Rechte: Verlag Schöffling ( Roman), HenschelSchauspiel ( Fassung)

hidden sounds

Tobias Morgenstern Akk, Perc. Wolfram Dix Perc, Stimme

Die Klänge der beiden Musiker verschränkten sich im Duett erstmalig in einem kleinen Theater auf einer ehemals ziemlich versteckten Insel in der Ostsee. Hier kam es zur Enthüllung von Kombinationsmöglichkeiten, die nicht nur das Publikum der kleinen Vitter Seebühne zu Begeisterungsstürmen hinrissen, sondern auch die beiden Improvisatoren, die sowohl als Solisten als auch als Mitwirkende verschiedenster Projekte jeweils auf große Spielerfahrungen zurückblicken können, selber in echtes Erstaunen versetzten.
Ohne elektrische Verstärkung, nur mit der Akustik des vorgefundenen Raumes auf kongeniale Art und Weise spielend, fanden sich Akkordeon, Rahmentrommeln, Darbuka, Stimme und Bongos über den Weg des respektvollen Gebens und Nehmens in den mannigfaltigsten melodisch – rhythmischen Zusammenklängen wieder, trennten sich dann und machten so in ständiger Entwicklung begriffen aus dem Kreis eine Spirale.

Bigband Take Brass

Bigband Take Brass aus Bad Freienwalde
Leitung Endrik Salewski
Gesangssolistin: Gundrun Anders
Klavier : Tobias Morgenstern
Bass: Wolfgang Musick

Musiksalische Vielfalt in guter Tradition Getragen von der Kreismusikschule MOL, hat sich dieses Ensemble seit einem Jahr zu einer „Streetband“ formiert. Besetzt mit Bläsersatz, Sousaphon und Schlagwerk, wie in einer New Orleans Brass Band, werden die Programme „unplugged“ und direkt am Ohr des Publikums dargeboten. Angeregt durch die TopDogBrassBand Dresden, welche schon Publikum und unsere Musiker beim Mitternachtskonzert vor Jahren mit „Straßenjazz“ begeisterte, haben die jungen Leute erfreulicherweise Bands wie MOOP MAMA oder HYPNOTIC BRASS zu Vorbildern auserkoren. Speziell den „gestandenen Musikern“ bietet sich hier die Möglichkeit, sich zusätzlich zur großen Blasorchesterformation in kleiner Besetzung zu bewähren; Neues auszuprobieren, besondere Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Verlässlichkeit unter Beweis zu stellen. Das Neue: „keine Verstärker, Mikrophone, Soundcheck… - Instrumente raus und los geht’s!“ ist eine spaßerfüllte Perspektive geworden. Schon dem Premierenpublikum beim Altstadtfest 2013 ging die Mischung aus Blues ,Swing, Dixie, Latin, und Pop ins Ohr und in die Beine!

Dshamilja - Tschingis Aitmatow

Sprecher: Thomas Rühmann
Musik: Tobias Morgenstern

„Wo mögt ihr jetzt sein? Welche Straße wandert ihr entlang? Ohne dich umzuschauen, bist du in die Steppe hinaus gewandert, Dshamilja. Vielleicht bist du müde, vielleicht hast du den Glauben an dich verloren? Lehne dich an Danijar, er soll ein Lied über die Liebe singen, von der Erde, vom Leben!“
Fern im nordöstlichen Kirgisien, irgendwo im Tal des Kukureuflusses, im Sommer des Jahres 1943. Auf dem Kornwagen bringen Said, Danijar und Dshamilja das an der Front benötigte Getreide zur Bahnstation.
Hier beginnt sie: „Die schönste Liebesgeschichte der Welt.“ Der fünfzehnjährige Said, der noch nicht weiß, wie sich Liebe zuträgt, erzählt sie mit großem Erstaunen. Aitmatows Dichtkunst, Rühmanns Stimme, Morgensterns Musik nehmen sich jener „Zaubernacht im August an, in der Mann und Frau sich erkennen und das Kind dunkel das Licht ahnt.“ (Louis Aragon) Am Rand des Krieges, am Rand der Welt, am Rand der Religionen. Produktion Theater am Rand

Bodenkantate

Komposition / Arrangement: Tobias Morgenstern
Text: Volker Braun, Tobias Morgenstern Tuiavi, Lowenstein & Vitebsky
Musiker: Natascha Zickerick Tuba
Rüdiger Krause Gitarre
Matthias Jahrmärker voc
Tobias Morgenstern Piano,

Auszug aus der Bodenkantate ...Der Boden sagt: Der Große Geist hat mich hierher getan. Der Große Geist befiehlt mir, für die Menschen zu sorgen, sie gut zu ernähren. Der Große Geist hat mich hierher getan, damit ich alles, was auf mir wächst, Bäume und Früchte, hervorbringe. Ebenso sagt der Boden: Aus mir wurde der Mensch geschaffen. Der Große Geist wollte, als er die Menschen auf die Erde brachte, dass sie sich gut um den Boden kümmern und sich nicht gegenseitig Böses antun.“ (LOWENSTEIN & VITEBSKY 1997, S. 50)

Natur ist glücklich! Ihr fehlt nichts! Sie lügt nie, sie arbeitet, emsig wie nie ein Staat. Alles vereint sie unter ihrem grünen Statut. Sie braucht keine unterirdischen Speicher, keinen Kunstdünger, keine Genmanipulation. Sie braucht keine Kernspaltung, keine Nanotechnik, keinen Pflanzenschutz, keine Mülldeponien. Der natürliche Stoffkreislauf produziert keinen Abfall. Und wir: intensivieren, effektivieren, optimieren, maximieren, analysieren, probieren, strukturieren, fragmentieren, proklamieren, intrigieren, parlamentieren, redigieren, korrigieren, revolutionieren, erfinden Kongresse, Symposien, Ausschüsse, Zuschüsse, Konzepte, Reglungen, Gesetze, Verbote
Wir rufen ein Jahr des Bodens aus.

Lehrt eure Kinder, was wir unseren Kindern lehrten. Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne und Töchter der Erde. Denn das wissen wir: die Erde gehört nicht den Menschen – der Mensch zur Erde. Alles ist miteinander verbunden, wie das Blut eine Familie vereint. Häuptling Seattle Es gibt in der Natur keinen wichtigeren, keinen der Betrachtung würdigeren Gegenstand als den Boden!
Er allein ist es, welcher das zahllose Heer der Wesen erzeugt und ernährt, auf welchem die ganze belebte Schöpfung und Existenz letztlich beruhen. Eine Nation die ihren Boden zerstört, zerstört sich selbst!

http://www.umweltbundesamt.de/themen/boden-in-ton-film-die-bodenkantate

L I L L Y P A S S I O N

Bärbel Röhl und L’art de passage

"Lilly Passion" ist ein Chansonabend zu Ehren der französischen Grande Dame de la Chanson BARBARA. In Frankreich war sie ebenso berühmt wie Edith Piaf oder Jaques Brel. In Deutschland wird sie bis heute leider nur von Kennern beachtet. Dabei hat die 1997 verstorbene BARBARA mit ihrem Titel "Göttingen" (1963) einen wichtigen Beitrag für die französisch - deutsche Verständigung geleistet.
"Ich will etwas tun für die Versöhnung, nicht für das Vergessen". Allein ihre Hinterlassenschaft - immerhin 260 Lieder - rechtfertigen eine Erinnerung in Form dieses Konzertes an sie. BARBARA war sich ihrer Bedeutung als schillernde Persönlichkeit in der Welt der Stars bewusst und hat noch zu Lebzeiten gemeinsam mit Gérard Dépardieu in vierjähriger Arbeit ihr Leben inszeniert und zur Aufführung gebracht.
"Meine schönste Liebesgeschichte, das seid ihr." - So lautet das Motto des Abends.

Die Sängerin Lilly lebt für ihr Publikum und ihre Chansons. Beschrieben wird die Einsamkeit einer Diva, die ihr Leben und ihre Leidenschaft der Bühne verschrieben hat. "Ich habe mehr Nächte auf der Bühne verbracht, als Nächte in den Armen eines Mannes" stellt sie resümierend fest.

Bärbel Röhl Gesang
Tobias Morgenstern Klavier, Akkordeon, Arrangements
Wolfgang Musick Kontrabass

MITTEN IN AMERIKA

Nach dem Roman von Annie Proulx
Ein heiteres Stacheldrahtfest in 6 Akten zwischen Landmaschinen, Ölquellen, Schweinemast, Windrädern und einem alten Ass aus dem Ärmel

Annie Proulx erzählt bitterböse, grimmige Geschichten um Wasser, Boden, Öl, Windräder und Schweinefarmen in den schmalen Panhandles von Texas und Oklahoma, einer abgelegenen Landschaft, flach wie ein Brett, mit hohem Himmel und atemberaubenden Sonnenuntergängen, die Bewohner versehen mit kontrapunktischem Überlebens-Humor.
Dazwischen ein junger Mann namens Bob Dollar auf der Suche nach Lebenssinn.
Am Ende steht die Frage: Sind wir noch zu retten?

MITTEN IN AMERIKA ist ein Spiel zu viert um die kräftigen, komischen, kriminellen, kulinarischen, sexuellen, elementaren Dinge zwischen Himmel und Erde.

es spielen Ursula Karusseit, Jens-Uwe Bogadtke, Thomas Rühmann und Tobias Morgenstern
Regie : Thomas Rühmann und Tobias Morgenstern
Musik: Tobias Morgenstern
Produktion Theater am Rand 2005

S E I D E Eine west - östliche Novelle

Ein Anfang.
Fast ein Nichts.
S E I D E Eine west - östliche Novelle von Alessandro Baricco mit Liedern von Rio Reiser.

Eine Geschichte voller Leichtigkeit, Ferne und Musik. Erzählt wird die sonderbare Reise des Seidenraupenhändlers Herve Joncour bis ans Ende der Welt. Ein Anfang.Es spielen Thomas Rühmann und Tobias Morgenstern. 

Regie : Thomas Rühmann und Tobias Morgenstern
Musik: Tobias Morgenstern. 

Produktion Theater am Rand

 

Eine sehnsuchtsvolle Reise im Theater am Rand von DOMINIQUE HENSEL

Es geht um das hauchzarte, elegant schimmernde Nichts. Es geht um Seide und um Seidenraupen, die sehnsuchtsvollen Reisen des französischen

Seidenhändlers Herve Joncour an das Ende der Welt, nach Japan. Tobias Morgenstern und Thomas Rühmann entblättern "Seide". Ganz langsam entfalten sie die Novelle von Alessandro Baricco vor dem dicht gedrängt sitzenden Publikum im

Theater am Rand. Unruhig tasten Rühmanns Augen am Nirgendwo entlang, unmittelbar über den Köpfen des Publikums. Der Horizont, den die Enge des Raumes vorgibt, ist keine sechs Meter entfernt. Wer hier im Publikum sitzt, kann nicht umhin, sich auf das Stück einzulassen. Gleichwohl gibt es weder für Schauspieler noch Musiker den kleinsten Fluchtpunkt. Eine Situation, die beiden Seiten viel abverlangt...

Immer wieder sind es Rühmanns suchende Augen, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mimik und Gestik indes sind auf das Mindeste beschränkt. Die Hände ruhen auf den Oberschenkeln, der Mund formt mit weichen Bewegungen die Worte. Das Publikum hängt an Rühmanns Lippen. Dessen Stimme spielt mit dem Sprachfluss, lässt Pausen, die ironisch anmuten.

Dazu findet Tobias Morgenstern auf dem Klavier zauberhaft verspielte Töne,

leicht, poetisch und märchenhaft, wie die Novelle selbst es ist. Doch bricht Rühmann die Geschichte, die bei Baricco eine tragische Liebesgeschichte voll von Sehnsucht ist. Sie endet ohne wirklich begonnen zu haben. Wie ein zerschnittenes Seidentuch fällt der Rest langsam zu Boden. 

 

 

 

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